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ISBN/EAN: 978-3-943414-33-2
Format: PDF
DRM: Digitales Wasserzeichen
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Auflage:
1. Auflage 2015
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
318 S., 7.22 MB
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Das Tier als Medium und Obsession

eBook - Zur Politik des Wissens von Mensch und Tier um 1900

24,00 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Um 1900 gerät das Mensch-Tier-Verhältnis in den Sog evolutionistischer, esoterischer und poetischer Diskurse. Im Grenzbereich von menschlichem und nicht-menschlichem Leben formieren sich wirkmächtige Ideologien und Mythen, die das Differenzschema von Mensch und Tier fundamental angreifen, unterlaufen oder aufkündigen.Der vorliegende Band interessiert sich für jene literarischen und theoretischen Interventionen, die affirmativ bis euphorisch auf die evolutionsbiologisch begründete Nähe zum Animalischen reagieren. Mit dem Sammelband wird eine dezidiert literaturwissenschaftliche Annäherung an die bizarren und mitunter gar erschreckenden Erscheinungsformen anvisiert, in denen sich das Menschliche und das Nicht-Menschliche körperlich, institutionell, geschichtlich und nicht zuletzt semiotisch überkreuzen.Untersucht werden Sprachformen und Sprechweisen, die auf Tiere Bezug nehmen, Diskurse, die die Vorstellungen von Tiersein und Menschsein konstituieren oder eben auflösen, sowie die Variationen einer literarischen Sprache, die Tierisches in Texten zu inszenieren vermag. Gefragt wird zudem nach dem Unheimlichen und Abgründigen, das gerade am Haus- und Dressurtier in Erscheinung tritt. Auf eine verstörende und bislang kaum erhellte Konstellation machen die gesammelten Beiträge so aufmerksam: dass nämlich Mensch-Tier-Beziehungen um 1900, zwischen Liebe und Grausamkeit, Bio-Utopien und sozialer Krisenstimmung oszillierend, Tierliebe und Misanthropie mitunter auf bedenkliche Weise spiegeln.

Über Cornelia Ortlieb, Patrick Ramponi, Jenny Willner

Jenny Willner (Dr. phil.) ist Germanistin und Komparatistin. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin und ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Monographie Wortgewalt. Peter Weiss und die deutsche Sprache (Konstanz UP 2014) befasst sich mit Literatur und Engagement nach Auschwitz unter Berücksichtigung von Theorien sprachlicher Gewalt. Ihr aktuelles Projekt behandelt das Verhältnis von Sprache und Literatur zu wissenschafts- und soziohistorischen Entwicklungen im Umfeld von Biologie, Psychoanalyse und Evolutionstheorie um 1900.

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