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ISBN/EAN: 978-3-89919-078-6
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2009
1. Auflage 2009
Erschienen am:
25.09.2009
25.09.2009
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
784 S.
784 S.
Format (T/L/B):
4.3 x 24.5 x 18 cm
4.3 x 24.5 x 18 cm
Hersteller:
Vitalis, s.r.o.
info@vitalis-verlag.com
Ke Klimentce 43
CZ 15000 Prag
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Beschreibung
Mit Hartmut Binders jüngstem Werk liegt erstmal eine umfassende Dokumentation zum Leben und Werk Gustav Meyrinks vor. Der große Satiriker und Schöpfer bedeutender phantastischer Literatur wird damit von den vielen sich um ihn rankenden Legenden befreit, die seine Gestalt bisher verschleierten, und anhand einer Fülle bisher weitgehend unbekannter Schriftzeugnisse und Archivmaterialien ins Licht verbürgter Tatsachen gestellt. Die allein auf Fakten gegründete, um zahlreiche historische Abbildungen ergänzte, auf langjährigen Recherchen beruhende Untersuchung zeigt den Dandy, Sportsmann, Bankier, Mystiker und Schriftsteller Meyrink in allen Phasen seines Lebens, das ihn von München über Hamburg, Prag, Wien und Montreux wieder zurück in die bayerische Metropole und schließlich an den Starnberger See führte. Besonders ausführlich sind die in der alten Kaiserstadt an der Moldau verbrachten Jahre Meyrinks dokumentiert, denn ihr Legenden- und Figurenschatz bildet den Nährboden für seinen Golem Roman, der ihm zu Weltruhm verhalf. Aber sie war auch Schauplatz eines von ihm verursachten Gesellschaftsskandals und eines Strafprozesses, der ihn in Untersuchungshaft brachte, ihn finanziell ruinierte und ihm Stoff für seine Simplicissimus Beiträge lieferte, mit denen er sich als Autor etablierte. Und liebevoll, nicht wie zum ersten Mal, aber schwelgend in Erinnerungen, lesen wir noch einmal alles, was uns damals aufrührte. Jeder hatte seinen eigenen Meyrink, jeder wußte neue Schönheiten zu berichten, die der andre noch gar nicht entdeckt hatte, und wenn wir uns abends nach Hause standen, brachen wir an jeder Straßenecke in ein Geheul aus (darob die Bürger erwachten), weil uns wieder etwas Neues eingefallen war von diesem Teufelskerl. Kurt Tucholsky im Januar 1914 in der Schaubühne